Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat einen öffentlichen Brief an die Bürger von Teneriffa, Spanien, gerichtet, in dem er über das Ankommen des Schiffes „MV Hondius“ informiert, bei dem ein Ausbruch des Hantavirus festgestellt wurde.
In seiner Botschaft hat Tedros die Besorgnis der Inselbewohner anerkannt und an das Trauma der COVID‑19‑Pandemie erinnert, betont jedoch, dass die aktuelle Lage nicht das gleiche Risiko darstelle.
„Das ist kein weiteres COVID. Das aktuelle Risiko für die öffentliche Gesundheit durch das Hantavirus bleibt gering“, erklärte er, berichtet Klankosova.tv.
Laut WHO wurde an Bord die Andes-Variante des Hantavirus identifiziert, wobei drei Personen ihr Leben verloren haben. Die Gesundheitsbehörden teilten jedoch mit, dass derzeit keine Passagiere mit Symptomen an Bord seien.
Tedros teilte mit, dass ein WHO‑Experte sich an Bord befinde und die spanischen Behörden einen detaillierten Plan für die Verlegung der Passagiere vorbereitet hätten. Sie sollen am Sonntag im Industriehafen von Granadilla, außerhalb der bewohnten Gebiete, landen und in geschlossenen, gesicherten Fahrzeugen zu den Flughäfen für die Rückkehr in ihre Heimatländer transportiert werden.
„Sie werden ihnen nicht begegnen, und auch Ihre Familien werden keinen Kontakt zu ihnen haben“, versicherte er den Bürgern von Teneriffa.
Der WHO‑Chef dankte zudem dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez für die Aufnahme des Schiffes und bezeichnete die Entscheidung als „eine Geste der Solidarität und moralische Verpflichtung“.
Er erklärte, dass die Bitte der WHO an Spanien im Einklang mit den Internationalen Gesundheitsvorschriften stehe, die festlegen, dass der nächstgelegene Hafen mit ausreichender medizinischer Kapazität in solchen Notfällen helfen muss.
Nach seinen Angaben sind etwa 150 Personen aus 23 Ländern seit Wochen auf See, verängstigt und von ihren Familien getrennt, wobei Teneriffa wegen seiner medizinischen Kapazitäten und der notwendigen Infrastruktur ausgewählt wurde.
Tedros kündigte außerdem an, selbst nach Teneriffa zu reisen, um die Operation zu überwachen und den Gesundheitsmitarbeitern, dem Hafenpersonal und den Inselbewohnern seinen Dank auszusprechen.
„Viren kümmern sich nicht um Politik und respektieren keine Grenzen. Die beste Immunität, die wir haben, ist Solidarität“, schloss er.
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ASHKRIMI NGA
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