Der albanische Arzt in Deutschland, Erlind Kadriu, Facharzt für Kardiologie und interventionelle Medizin, hat Bedenken hinsichtlich des kardiovaskulären Gesundheitszustands im Kosovo geäußert und die großen Unterschiede zwischen dem Kosovo und den westeuropäischen Ländern in Bezug auf Behandlung und ärztliche Kontrollen betont.
In einem Bericht in der Sendung Diaspora beim Klan Kosovo, in dem er über seine berufliche Erfahrung in Deutschland sprach, sagte Kadriu, dass ihn vor allem das sehr junge Alter der Patienten im Kosovo beunruhere, die mit schweren Herzproblemen konfrontiert sind.
„Das Alter der Patienten im Kosovo ist leider viel niedriger als in Westeuropa. In Deutschland behandeln wir Patienten über 80 oder 90 Jahre, während im Kosovo ein völlig anderer Unterschied besteht. Auch die Statistiken zeigen diesen Unterschied“, sagte er, berichtet Klankosova.tv.
Er sprach auch über die Kultur der Vernachlässigung von Symptomen und die Angst der Menschen vor ärztlichen Untersuchungen.
„Im Kosovo gehen die Menschen nur zum Arzt, wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt. Es gibt das Sprichwort ‘Man geht ins Krankenhaus nur, wenn man mit dem Tod rechnet‘, und das ist völlig falsch. Hier in Deutschland machen die Menschen regelmäßig Kontrollen und haben eine Kultur der Prävention“, erklärte der Kardiologe.
Nach seiner Aussage sollten die Bürger mindestens einmal im Jahr Grunduntersuchungen durchführen, wie Blutzucker-, Fett-, Blutdruck- und andere Basisparameter, um Herzkrankheiten vorzubeugen.
https://www.youtube.com/watch?v=H1wGjVffA18
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